2019-04-07

Frühlingsgefühle im Keukenhof

Auf dem Weg zur Verschiffung für unsere Kanada/USA-Tour haben wir noch eine Nacht in Lisse in der Nähe von Amsterdam verbracht, um den Keukenhof anzuschauen. Das hat einfach jahreszeitlich zu gut gepasst, und ich liebe Tulpen, also nix wie hin.

Am Ankunftstag (Samstag) war trübes Wetter, außerdem waren die Blumenfelder alle abgesperrt, so dass man nicht dicht heran konnte. Neben dem tollen Anblick ist auch der Duft bemerkenswert, vor allem der Hyazinthen.




Übernachtet haben wir auf einem Campingplatz im Nachbarort. Da wir die Gasflasche für den Transport schon ausgebaut hatten, konnten wir nichts mehr kochen und mussten alle Mahlzeiten in Cafes oder Restaurants einnehmen (aber es gibt Schlimmeres).

Am nächsten Tag stand dann bei 20°C und strahlendem Sonnenschein der Keukenhof auf dem Programm. Ich hatte schon befürchtet, dass es voll werden würde, aber sooo voll?

Dennoch ist der Keukenhof absolut sehenswert! Neben den Blumen fanden wir auch die blühenden Kirschbäume toll.


Hier kam man dann auch mal dicht an die Blumen ran. Ich habe fast nur mit dem Makro-Objektiv fotografiert, um mich auf die Blumen und nicht auf die anderen Leute zu konzentrieren. Hier ein paar Impressionen:






In den Pavillons gab es noch Orchideen- und Gerberaausstellungen. Da konnte man auch noch kleine Details entdecken.

Alles in Allem trotz der Menschenmassen ein sehr schöner Tag, an dem wir uns überzeugen konnten, dass der Frühling definitiv Einzug gehalten hat.

Am Nachmittag sind wir noch nach Knokke-Heist an der belgischen Nordseeküste weitergefahren, um die Anfahrt für die Verschiffung (hierzu gibt es einen separaten Post) möglichst gering zu halten.





2019-02-17

Die Lösung des 3D-Puzzle

Aus rechtlichen Gründen müssen wir diese Seite als ANZEIGE kennzeichnen, auch wenn wir keine werbliche Beziehung zu den genannten Marken haben.

Jetzt sind es nur noch 7 Wochen, bis Maja verschifft wird, und die Reisevorbereitungen liegen in den letzten Zügen. Ein wichtiges Thema haben wir noch erledigt, und das ist die Ausstattung der Heckgarage.  Diese sieht zwar zunächst sehr geräumig aus, ist aber auch sehr verwinkelt. Hier ein Blick in die (fast) leere Heckgarage:

Ich habe dann mal die Heckgarage komplett mit allen Winkeln vermessen und maßstabsgetreu aufgezeichnet, und auch alle großen bis mittleren Teile vermessen, die wir mitnehmen wollen. Der größte Brocken ist das Kajak, von dem wir zwischenzeitlich befürchtet hatten, es hier lassen zu müssen. Und dann gab es noch ein paar Randbedingungen, z.B. die Schienen für die Verzurrösen sollten frei bleiben, und es sollten auf dem Kajak keine schweren Teile zu liegen kommen. Und dann ging das Puzzlen im Kopf los...da soll noch einer sagen, Reisevorbereitungen wären keine intellektuelle Herausforderung 😕.

Wir sind dann schnell darauf gekommen, dass Euroboxen eine gute Idee wären, um Ordnung zu halten, und sind bei Ab-in-die-Box fündig geworden. Dort haben uns die Boxen mit Frontzugriff besonders gut gefallen, so dass wir diese nun unter das Kajak positionieren können und trotzdem auf den Inhalt zugreifen können, ohne das Kajak jedesmal rausräumen zu müssen. Eine weitere Box dient als "Unterlage" für den Grill. Diese hat ein Sitzkissen, so dass die Box auch als Fußableger dienen kann (da wir ja keine Liegestühle haben, aber trotzdem mal die Füße hochlegen wollen) 😎. Heute haben wir mal Probe gepackt, und so sieht das dann aus:

Und so mit dem Campingtisch, der ja zwischen Gepäckraum und Türen stehend gelagert wird:

Es sind noch nicht alle Teile gepackt, aber die großen Teile haben alle Platz, und die kleinen kommen in die Euroboxen.

Der Gasschrank ist für 2 Gasflaschen ausgelegt, aber eine reicht auch aus, so dass dort auch noch etwas Platz für leichtere Teile ist. Wir werden die Schwimmwesten und Luftpumpe fürs Kajak dort lagern, da man die große Tür des Gasschranks jetzt nur noch öffnen kann, wenn das Kajak ausgeräumt ist. Das ist aber ok, da man den Gashahn auch durch die kleine Luke vorne bedienen kann. Alle anderen Schränke im hinteren Bereich kann man nicht mehr direkt zugreifen, aber da muss man nur ran, wenn irgendwas defekt ist, und dann wird eben ausgeräumt.

3D-Puzzle gelöst 😃!



2018-11-28

Routenplanung Kanada und USA 2019

Hinweis zu den Google Maps Einbettungen auf dieser Seite: Leider zeigt Google Maps die Strecke nicht an, wenn ein Teilstück der Straße gesperrt ist (und im Winter sind einige Teilstrecken gesperrt).

So, die grobe Routenplanung für unser 2019er Reiseabenteuer "steht" soweit:

Kanada: Ost-West-Querung von Halifax bis Vancouver

Maja wird im April nach Halifax verschifft (wir haben bei SeaBridge gebucht). Um die 6 Monate USA-Visum möglichst auszureizen, müssen wir erst Kanada einmal komplett von Ost nach West durchqueren, bevor wir bei Seattle in die USA einreisen.

Würden wir vorher schon in die USA einreisen, kann es sein, dass die 6-Monatsfrist ab dann läuft, und dann reicht die Zeit in den USA nachher nicht mehr (leider ist nicht klar, wie lange man ausgereist sein muss, bis die 6-Monatsfrist erneut gilt ...liegt wohl im Ermessen des Immigration Officer -> wir gehen daher auf Nummer sicher).

Da ist zugegebenermaßen ziemlich viel "Strecke machen" dabei, insbesondere die Teilstrecke zwischen Winnipeg und Calgary bietet wohl kaum sehenswerte Ziele. Der Osten mit Nova Scotia und den Seen und der Westen mit Banff/Jasper NP und der Inside Passage wird dafür aber hoffentlich entschädigen. Alles ist komplett neu für uns.

USA Nordwest: Bellingham bis Colorado Springs




Highlights hier sind Olympic NP, die Oregon Coast, Crater Lake, Painted Hills, Teton/Yellowstone, Mount Rushmore, Badlands, Rocky Mountain NP. Teton/Yellowstone kennen wir schon, und Bernd auch Teile von Oregon, der Rest ist Neuland für uns.

USA Südwest: Colorado Springs bis Amarillo

Die Route sieht etwas "kreuz und quer" aus, aber das liegt daran, dass es im Südwesten sooo viele attraktive Ziele gibt:


Arches, Canyonlands, Grand Canyon, diverse Slot Canyons, Valley of Fire, Yosemite, Sequoia, Joshua Tree, Canyon de Chelly (um nur einige zu nennen). Hiervon kennen wir vieles schon, aber es wird auch Neues für uns geben. Unbedingt ansehen wollen wir diesmal den Bristlecone Pine Forest bei Big Pine. Dieses Ziel konnten wir mit den gemieteten Wohnmobilen nie ansteuern, weil es nur über lange und steile Gravelpisten zugänglich ist. Und ein paar neue Slot Canyons werden wir auch besuchen.

USA Süden und Osten: Amarillo bis Baltimore




Diese Gegend ist komplettes Neuland für uns, wir sind schon sehr neugierig. Die Rückverschiffung erfolgt aus Baltimore. Abhängig davon, wie lange wir durch Kanada brauchen, kann sich die Rückverschiffung durchaus bis in den Dezember 2019 verlagern.

Number Crunching (oder: Reality Check)

Laut Google Maps beträgt die Gesamtstrecke knapp 26.000 km, die reine Fahrzeit dafür beträgt ca. 36 Tage (gerechnet mit einem 8-Stunden-Tag). Die kleineren Fahrten am jeweiligen Zwischenziel zu den Sehenswürdigkeiten sind da noch nicht eingerechnet. Bei einer Gesamtreisedauer von ca. 7,5 Monaten kommt man auf einen Fahranteil von knapp 16%, d.h. statistisch alle 6,4 Tage gibt es einen vollen Fahrtag. Das halten wir mit 2 Erwachsenen, die sich beim Fahren abwechseln können, für gut machbar (bei einer Familie mit kleinen Kindern sähe das bestimmt anders aus). Wir sind auch ziemlich sicher, dass die Vielfahrtage nicht gleichmäßig verteilt sein werden, sondern sich auf den Anfang und das Ende der Reise konzentrieren.

Sollte die Zeit unterwegs knapp werden, gibt es mehrere Optionen zur Verkürzung:
  • Florida-Schleife auslassen
  • Die Schleife um Lake Tahoe und San Francisco auslassen, also über den Tioga Pass nach Yosemite
  • Verzicht auf Mount Rushmore und Badlands und ggf. auch die Gegend um Denver/Colorado Springs, also direkt von Yellowstone/Teton nach Moab
Jede dieser Auslassungen würde uns weh tun, aber trotzdem ist es gut, ein paar solcher Optionen in der Hinterhand zu haben.

Jahreszeitliche Überlegungen

Bei einer so langen Reise kann man nicht an jedem Ort zur optimalen Jahreszeit sein. Ende April und  Mai in Kanada rechnen wir noch mit eher kühlen bis teilweise auch frostigen Temperaturen, so dass wir nicht wissen, wie oft wir wirklich unser Kajak benutzen werden (aber die Heizung im WoMo wurde ja getestet und funktioniert). Die Lachssaison in Kanada werden wir leider nicht mitbekommen. Die anderen Etappen bewegen sich aber nahe am Optimum für die jeweilige Lokation (okay...Death Valley wohl eher nicht...). November und Teile von Dezember in den Südstaaten und Florida ist perfekt, nur die Hurricane-Situation muss man natürlich im Auge behalten. Der letzte Schlag nordwärts bis Baltimore wird dann nochmal frisch, aber da werden wir uns nicht lange aufhalten.

Auch wenn ich für die Planung der Route teilweise die Städte eingetragen habe, werden wir - wie auch früher schon - die Großstädte meiden und unsere Zeit lieber in der Natur verbringen. In die Städte fahren wir höchstens mal kurz zum Einkaufen, aber zum Übernachten sind wir im Allgemeinen wieder raus. Einzig San Francisco steht explizit auf der Tourliste (aber auch das als Streichkandidat, siehe oben).

Und jede Planung hält natürlich nur so lange, bis sie von der Realität eingeholt wird 😀 (jeder Projektleiter wird mir zustimmen).