2019-10-19

Ein Stück klassischer Südwesten

Wir befinden uns wieder auf dem Weg ins südliche Utah, um die verbleibenden Sehenswürdigkeiten südlich des Arches National Park zu erkunden. Wir wollten hier im Herbst sein, wenn es nicht mehr ganz so heiß ist, und der Plan geht gut auf.

Auf dem Weg von Page ist der Hwy 163 die klassische Route durch den amerikanischen Südwesten. Ab Kayenta wird es landschaftlich sehr schön, und die Straße führt auf der Grenze von Arizona nach Utah mitten durchs Monument Valley mit seinen markanten Sandsteinformationen (die man von früher aus der Zigarettenwerbung kennt). Das Monument Valley steht unter Navajo-Verwaltung und es gibt einen Scenic Drive zum Selbstfahren durch die Formationen. Aber wie schon bei den Antelope Canyons gibt es auch hier sehr restriktive Regeln (Öffnungszeiten erlauben es nicht, bis Sonnenuntergang zu bleiben, Herumlaufen nicht erlaubt, etc.), die für mich völlig unakzeptabel sind. Man will hier offensichtlich wieder abkassieren und die Touristen auf die teureren Guided Tours bringen. Es ist schon zu spät am Tag, um den Scenic Drive noch in Ruhe abzuschließen, daher fahren wir einfach nur auf dem Highway 163 mitten durchs Monument Valley und halten an einigen Aussichtspunkten. Das ist ein völlig kostenloser Scenic Drive, und man darf zum Sonnenuntergang sein wo man will!


Wir sind zum Sonnenuntergang an Mile Marker 13 (für die Filmfans: das ist da, wo Forrest Gump aufgehört hat zu laufen).

Der Hwy 163 führt bei Mexican Hat über den San Juan River. Der Ort selbst ist klein und wir fahren nur durch, denn unser Tagesziel ist der Gooseneck State Park, hoch über den Schleifen des San Juan River.

Der State Park Campground kommt leider nicht an den Standard der übrigen Utah State Parks heran, kostet aber auch nur $10. Für eine Nacht ok.


Am nächsten Tag fahren wir den Hwy 261 in Richtung Natural Bridges NM, und lassen uns auch von solchen Schildern nicht abschrecken.

Die Serpentinenstraße ist auch als Moki Dugway bekannt, und ist mal wieder gar nicht so schlimm wie das Schild vermuten lässt.

Eine normale Alpenpassstraße ist genauso steil und kurvig. Von oben hat man einen schönen Blick über das Valley of the Gods, das über ähnliche Sandsteinformationen verfügt wie das Monument Valley.

Hier könnte man auch durchfahren, aber wir begnügen uns mit dem Blick von oben, denn wir wollen gegen Mittag am Natural Bridges NM ankommen. Dieses kleine aber feine Gebiet umfasst 3 natürliche Steinbrücken und ist gut für einen halben Tag Wandern und eine Übernachtung. Die Brücken kann man am besten von unten bewundern, was mit allerlei Kraxelei verbunden ist.

Wir wandern den Loop von Sipapu zu Kachina Bridge durch das ausgetrocknete Flussbett, mit den Bäumen in schönsten Herbstfarben.


Die Wanderung zieht sich zum Ende hin, und wir sind ziemlich fertig, als wir wieder am Auto sind. Aber die dritte Brücke, Owachomo Bridge, wartet noch. Erst am Nachmittag zum Scouten, und das ganze dann noch einmal bei Dunkelheit.












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